Liebe Besucher_innen dieser Seite,
hier schreibt die AG Antifaschismus der DFG-VK.
Wir arbeiten auf der Grundlage des Beschlusses des Bundeskongresses der DFG-VK von 2022:
„Friedensarbeit und antifaschistische Arbeit verbinden! Die DFG-VK erkennt antifaschistische Arbeit als wesentlichen Bestandteil ihrer Arbeit an.“
Gerade in diesen Zeiten, in denen rechtsradikale Kräfte nicht nur in Deutschland einen ungekannten Aufschwung erleben, ist es unsere Aufgabe, zu zeigen, was das für Krieg und Frieden bedeutet, und dazu aufzurufen, sich ihnen entgegenzustellen. Dazu gehört auch, dass wir darauf hinweisen, wie Rechtsradikale das Wort Frieden vereinnahmen und versuchen, die Friedensbewegung zu unterwandern. Frieden ist unsere Sache und die verteidigen wir.
Auf unserer Seite findet Ihr Termine, Artikel, Stellungnahmen und Infomaterial für die antifaschistische Friedensarbeit. Hier geht es zu unseren Beiträgen: [Link]
Und nicht vergessen: Auch wenn der Faschismus sich heute maskiert und nicht immer gleich gewalttätig daherkommt – nach wie vor gelten Tucholskys Worte:
Rosen auf den Weg gestreut
Ihr müßt sie lieb und nett behandeln,
erschreckt sie nicht – sie sind so zart!
Ihr müßt mit Palmen sie umwandeln,
getreulich ihrer Eigenart!
Pfeift euerm Hunde, wenn er kläfft –:
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!
Wenn sie in ihren Sälen hetzen,
sagt: »Ja und Amen – aber gern!
Hier habt ihr mich – schlagt mich in Fetzen!«
Und prügeln sie, so lobt den Herrn.
Denn Prügeln ist doch ihr Geschäft!
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft.
Und schießen sie –: du lieber Himmel,
schätzt ihr das Leben so hoch ein?
Das ist ein Pazifisten-Fimmel!
Wer möchte nicht gern Opfer sein?
Nennt sie: die süßen Schnuckerchen,
gebt ihnen Bonbons und Zuckerchen …
Und verspürt ihr auch
in euerm Bauch
den Hitler-Dolch, tief, bis zum Heft –:
Küßt die Faschisten, küßt die Faschisten,
küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft –!
Theobald Tiger [Kurt Tucholsky], Die Weltbühne, 31.03.1931, Nr. 13, S. 452.
(siehe https://tucholsky-gesellschaft.de/2017/10/17/kurt-tucholsky-rosen-auf-den-weg-gestreut/)